Ich bin 1979 in Bern geboren.
Meine musikalische Reise begann mit zehn Jahren und meine Lehrer, die mich dabei begleitet haben, waren Simon Zeller, Walter Grimmer, Roel Dieltiens – und natürlich auch Hatto Beyerle und Johannes Meissl in der Welt der Kammermusik. Viele Meisterkurse kamen dazu, von denen vor allem Kronberg in spezieller Erinnerung bleibt.
Meinen allerersten Wettbewerb gewann ich mit 14 Jahren in Brasilien, danach gab es den „Fond Pierre et René Glasson“ in Fribourg, den Kammermusikpreis in Minerbio (Italien) und den Ninck-Preis in Zürich. Mit dem Galatea Quartett, welches ich 2005 gegründet habe, kamen weitere Auszeichnungen hinzu. Es war eine tolle und intensive Zeit, als wir an den grossen Quartettwettbewerben teilgenommen haben. Preise haben wir in Reggio Emilia, Osaka, Bordeaux und in Genf gewonnen. In Bordeaux war auch ein Magnum Château d’Yquem Teil des Preises. Und natürlich haben wir ihn getrunken. Nennenswert ist auch der renommierte ECHO-Preis, den wir in Berlin abholen durften. Es folgten viele Tourneen auf der ganzen Welt.
In der Schweiz war der Migros-Kammermusikpreis wichtig – und in Zürich gab es mit dem Förderpreis des Kantons Zürich im Jahr 2013 eine schöne lokale Anerkennung unserer Arbeit.
Ich habe mir schon zu Studienzeiten in den Kopf gesetzt, mich als Freelancer hauptsächlich der Kammermusik zu widmen. Ich blieb zwar nicht ausschliesslich bei der Kammermusik, spiele auch gerne und regelmässig als Zuzüger in Orchestern und bin inzwischen in den verschiedensten Musikstilen zu Hause – Freelancer bin ich aber geblieben und unser 20-jähriges Jubiläum haben wir mit dem Quartett auch schon gefeiert.
Seit vielen Jahren bin ich in der Theaterszene tätig und insbesondere dem Theater Rigiblick in Zürich sehr verbunden. Hier durfte ich schon in unzähligen wunderbaren Projekten mitwirken.
Gleichzeitig mit den Anfängen auf dem Cello begann auch meine Liebe zum Wassersport. Man trifft mich beim Windsurfen und Segeln an, seit einigen Jahren aber auch mit den neuen Sportarten Wingfoilen, Pumpfoilen und Parawingen. Und ja, ein bisschen modeln gehört nebenbei auch noch dazu.
Ich habe das grosse Glück, auf einem wunderbaren Cello von Giovanni Grancino aus dem Jahr 1696 zu spielen. Meine Bögen stammen von Bazin, Lamy und Simon.